Osteopathie in Rosenthal
Die folgenden Texte basieren auf meinem Wissen aus der Ausbildung, insbesondere inspiriert durch Christian Hartmann (Referent für Geschichte und Philosophie der Osteopathie, Jolandos Verlag) sowie Jean-Pierre Guillaume (Schulleiter des COE). Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD).
Geschichte der Osteopathie
Die Osteopathie wurde von Andrew Taylor Still (1828–1917) gegründet. Als Sohn eines Arztes und Theologen begegnete er schon früh den Themen Heilung und Medizin. Still wurde selbst Arzt, erkannte jedoch die Grenzen der damaligen Medizin und begab sich auf die Suche nach einer ganzheitlicheren Herangehensweise.
Er war fasziniert vom Aufbau des Körpers und hatte – unter anderem durch den Bürgerkrieg – Zugang zur Anatomie. Seine Überzeugung war, dass der Körper die Fähigkeit zur Selbstheilung besitzt, wenn er in Balance ist. Bei der Untersuchung richtete er seinen Fokus nicht auf die Krankheit, sondern suchte nach der Gesundheit im Menschen. Aufgrund seiner Erfolge gründete er schließlich eine Schule, an der er seine Methode lehrte. Bedeutende Weiterentwicklungen stammen u. a. von Littlejohn (1865–1947) und Sutherland (1873–1954).
Die ursprüngliche Philosophie Stills geriet im Laufe der Zeit in den Hintergrund. Seit den 1980er-Jahren erfährt die Osteopathie in Europa eine neue Blüte. Zwar kann heute wohl niemand mehr exakt nachvollziehen, wie Still dachte – doch er hat uns ein Werkzeug hinterlassen, mit dem wir den Körper in seiner Gesamtheit wahrnehmen und viele Menschen auf dem Weg zur Heilung begleiten können.
Anwendungsgebiete der Osteopathie
Die Osteopathie zielt darauf ab, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Sie findet Anwendung bei vielfältigen Beschwerden – insbesondere, wenn funktionelle Ursachen im Vordergrund stehen. Bei medizinischen Notfällen (z. B. Herzinfarkt, starke Blutungen) ist sie hingegen nicht angezeigt. Auch Infektionskrankheiten gehören in die schulmedizinische Betreuung; gemäß Infektionsschutzgesetz dürfen HeilpraktikerInnen sie nicht behandeln.
Osteopathische Behandlungen können unter anderem hilfreich sein bei:
- Verspannungen, Fehlhaltungen oder Beckenschiefstand
- Verletzungen im Sprung- oder Kniegelenk
- Vernarbungen und eingeschränkter Gewebemobilität
- Störungen der Durchblutung oder Gewebekompression
- Regulationsstörungen bei Babys und Kindern
Ein besonderer Bereich ist die osteopathische Begleitung von Babys und Kindern. Sie wird in meiner Praxis mit viel Ruhe, Erfahrung und individueller Zeitgestaltung durchgeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der separaten Unterseite.
Oft zeigt sich erst im Verlauf der Behandlung, ob und wie der Körper auf die Impulse reagiert. Auch wenn eine vollständige Auflösung der Beschwerden nicht immer möglich ist, kann häufig eine spürbare Verbesserung des Allgemeinzustands erreicht werden.
Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie unter Behandlungsablauf und Preise.
